|
Unverschmerzt.
Johannes Bobrowski - Leben und Werk
| |
ACADEMIA BALTICA
JOHANNES-BOBROWSKI-GESELLSCHAFT
INSTITUT FÜR GERMANISTIK DER UNIVERSITÄT POTSDAM
Internationale Begegnung
im Hause des Literarischen Colloquiums in Berlin-Wannsee 7. bis
9. November 2003
25-03
Stand 18.5.2003
|
Die Academia
Baltica in Lübeck, die Johannes-Bobrowski-Gesellschaft in Berlin und das
Institut für Germanistik der Universität Potsdam laden unter Mitwirkung
des Mitteleuropäischen Germanistenverbandes vom 7. bis 9. November 2003
zu einer internationalen Johannes-Bobrowski-Begegnung ins Haus des Literarischen
Colloquiums in Berlin-Wannsee, jenem Ort, an dem im Oktober 1962 die Gruppe
47 Johannes Bobrowski mit ihrem Preis bedachte.
Im poetischen Werk dieses Bobrowski, geboren 1917 in Tilsit,
gestorben 1965 in Berlin, dem Werk eines in die Fremdheit Verschlagenen,
vergegenwärtigt sich ein östlicher Landschaftsraum, dem Mythisches ebenso
eingeschrieben ist wie Geschichtliches, und in ihm findet sich auch beunruhigend
die Spur jener Schattenfabel von den Verschuldungen ("An Klopstock"),
die zu erinnern Bobrowski nie müde wurde. Er, dem sich seine östliche
Heimat verschlossen hatte, ließ es sich angelegen sein, solche Erinnerungsarbeit
wieder und wieder zu leisten. Und er trug Sorge, dass sie etwas bewirken
möge. Was Bobrowski leitete, war die Sehnsucht nach einer individuellen
und Völkerexistenz, die nicht wieder im Zeichen von Feindschaft und Fremdheit
stehen würde.
Unser Titelwort unverschmerzt - Bobrowskis spätem Gedicht "Nachtfischer"
entnommen - weist auf die Gegenwärtigkeit gemeinsamer Vergangenheit in
der Mitte Europas und will zur Beschäftigung mit Dichtung, Leben und Zeit
Bobrowskis anregen. Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen und öffentlichen
Diskurse des vergangenen Jahrzehnts um Erinnerung und kollektives Gedächtnis,
um literarische Bewältigung von Vergangenheit und um das Verhältnis Europas
zu seinen östlichen Regionen gewinnt das Werk Bobrowskis besondere Aktualität
und Brisanz. Diese auszuloten und ins Bewusstsein zu rücken soll Aufgabe
des Colloquiums sein. Die Veranstalter haben Beiträge erbeten, die neuere
Forschungen zu Leben und Werk Johannes Bobrowskis und zu seinem Umfeld
vorstellen. Diese können sowohl Bobrowskis historisch-mythischen Erinnerungsraum
Sarmatien und seine Erfahrungen während des Krieges als auch Poetik und
Motivik seiner Lyrik und Epik und deren Einflüsse und Themen behandeln.
Ebenso willkommen sind Beiträge zu Johannes Bobrowski als Zeitzeuge, Dichterfreund
und kulturpolitische Schlüsselfigur oder zur Rezeption seines Werkes.
Neben vierzig geladenen Referenten und Gästen aus den Ländern und Landschaften
des Dichters in der Mitte und im Osten Europas und darüber hinaus steht
das Colloquium bis zu vierzig weiteren Teilnehmern offen. Für die Übernachtung
mit Frühstück im Hotel Mercure in Potsdam und die Mahlzeiten im Literarischen
Colloquium Berlin erheben wir von "freien" Teilnehmern eine Gebühr von
140 Euro im Doppelzimmer und 205 Euro im Einzelzimmer, für
die Teilnahme ohne Übernachtung und Frühstück 75 Euro, für Studenten
und Erwerbslose 25 Euro.
Teilnehmer ohne ausdrückliche Bestätigung
der Academia Baltica können wir wegen des beschränkten Raumes
nicht zulassen
Academia Baltica
Mengstr. 31
23552 Lübeck
Tel: +49(0)451-39694-0
Fax: +49(0)451-39694-25
office@academiabaltica.de
Tagungsort ist das Literarische Colloquium Berlin, Am Sandwerder
5, 14109 Berlin, Tel. +49(0)30-816996-0, fünf Minuten zu Fuß
vom S-Bahnhof (S1) bzw. Regionalbahnhof (RE1) Wannsee. Die Teilnehmer
übernachten im Hotel-Hochhaus "Mercure", Lange Brücke,
14467 Potsdam, Tel. +49(0)331-272323, zehn Minuten zu Fuß vom S-Bahnhof
(S1) bzw. Regionalbahnhof (RE1) Potsdam Hauptbahnhof, Ausgang Babelsberger
Straße stadteinwärts. Die S1 fährt alle zehn Minuten.
Tagungsfolge
Freitag, 7. November 2003
| ab
13 Uhr |
Anreise
im Hotel "Mercure", Lange Brücke in Potsdam |
| ab
14 Uhr |
Anreise
im Literarischen Colloquium am Wannsee in Berlin |
| 15
Uhr |
Begrüßung
und Einführung
Prof. Dr. Klaus Völker, Johannes-Bobrowski-Gesellschaft, Berlin
Dr. des. Andreas Degen, Berlin und Memel/Klaipeda |
| |
Plenum
Moderation Dr. Dietmar Albrecht, Academia Baltica, Lübeck |
| 15.15
Uhr |
Zu
Bobrowskis "Ganz neuen Xenien"
Prof. Dr. Bernd Leistner, Leipzig |
| 15.45
Uhr |
Der
ungeschundene Marsyas. Bobrowskis Gedicht "Doppelflöte"
Prof. Dr. Andreas F. Kelletat, Mainz |
| 16.15
Uhr |
Gespräch |
| 16.30
Uhr |
Kaffeepause |
| 17
Uhr |
"Meinen
Landsleuten erzählen, was sie nicht wissen"
Dr. Jonas Kilius, Wilna |
| 17.30
Uhr |
Bobrowski
und Rilke
Prof. Dr. Barbara Surowska, Warschau |
| 18
Uhr |
Der
lesende Dichter. Johannes Bobrowskis Bibliothek
Dalia Bukauskaite, Frankfurt am Main |
| 18.30
Uhr |
Gespräch |
| 19
Uhr |
Abendbuffet
|
| 20
Uhr |
Zeitzeugnisse
Zwei Fernseh-Kurzfilme: "Leben mit Bobrowski" (5 min.) und Aufzeichnung
einer Gesprächsrunde mit Johannes Bobrowski, Hermann Kant und Max
Walter Schulz, Berlin-Adlershof 1965 (12 min.)
Einführung und Kommentar von Helmut Baldauf, Schöneiche |
| |
Ausklang |
Samstag, 8. November 2003
| |
Sektion
I: Lyrik
Moderation Prof. Dr. Klaus Völker, Berlin |
| 9.30
Uhr |
Kuppeln
und Ruinen. Zur Funktion der architektonischen
Leitmotivik in Bobrowskis Lyrik
Dr. Jürgen Joachimsthaler, Dresden |
| 10
Uhr |
Bobrowskis
Rezeption der ‚Un-Moderne' - seine Beziehungen zu Loerke, Huchel und
der naturmagischen Schule
Prof. Dr. Ursula Heukenkamp, Berlin |
| 10.30
Uhr |
Gespräch |
| 10.45
Uhr |
Kaffeepause |
| 11.15
Uhr |
"Aber
wir sehn dich." Zur poetischen Bildlichkeit in Bobrowskis Porträt-Lyrik
Dr. Sabine Eickenrodt, Berlin |
| 11.45
Uhr |
Weibliches'
Sarmatien: Osteuropa zwischen Exotismus und Identifikation in der
Lyrik Johannes Bobrowskis
Sabine Egger, Limerick (Irland) |
| 12.15
Uhr |
Die
Poesie von Johannes Bobrowski im Kontext der deutschen Lyrikströmungen
nach 1945
Prof. Dr. Juris Kaštins, Riga |
| 12.45
Uhr |
Gespräch |
| 13.15
Uhr |
Mittagsbuffet |
| 15
Uhr |
Zeitschichten
in Bobrowskis Archäologie der Landschaft
Dr. Annette Graczyk, Halle |
| 15.30
Uhr |
Johannes
Bobrowski und Peter Huchel
Dr. Hub Nijssen, Nijmegen (Niederlande) |
| 16
Uhr |
Gespräch
|
| 16.15
Uhr |
Kaffeepause |
| 16.45
Uhr |
Eigenart
der Poetik von Johannes Bobrowski in der Publizistik von Stephan Hermlin
Prof. Dr. Ilze Kangro, Marupe (Lettland) |
| 17.15
Uhr |
Bobrowskis Gedicht "Im Strom" - Hinweise zur Intertextualität
und Kontextualität
Prof. Dr. Jürgen Henkys, Berlin |
| 17.45
Uhr |
Durch Liebe verschmerzen: "Das Wort Mensch"
Dr. Nicolas Yuille, Glasgow |
| 18.15
Uhr |
Gespräch |
| |
|
| |
Sektion
II: Prosa
Moderation Prof. Dr. Helmut Peitsch, Institut für Germanistik
der Universität Potsdam |
9.30
Uhr
|
Zitiertes
Erinnerungsbild - imaginierte Wahrnehmung. Zur Poetik der Vergegenwärtigung
in der Prosa Bobrowskis
Dr. des. Andreas Degen, Berlin und Memel/Klaipeda |
| 10
Uhr |
Bildbeschreibungen
im Prosawerk von Johannes Bobrowski
Stefanie Rentsch, Berlin |
| 10.30
Uhr |
Gespräch |
| 10.45
Uhr |
Kaffeepause |
| 11.15
Uhr |
Johannes
Bobrowski und Isaak Babel
Prof. Dr. Jenny Salkova, Königsberg/Kaliningrad |
| 11.45
Uhr |
Erotik
und Körperlichkeit in Bobrowskis Prosa
Dr. Gabriela Ociepa, Breslau/Wroclaw |
| 12.15
Uhr |
Die
Erzählerfigur in der Kurzprosa Johannes Bobrowskis
Prof. Dr. Sigita Barniškiene, Kaunas |
| 12.45
Uhr |
Gespräch |
| 13.15
Uhr |
Mittagsbuffet
|
| 15
Uhr |
"Ein
lauter Frieden, das gibt es." Zum literarischen Modus der Parteinahme
für Eintracht und Toleranz in Bobrowskis Prosa
Dr. Monika Szczepaniak, Bromberg/Bydgoszcz (Polen) |
| 15.30
Uhr |
Bobrowski
in der Sicht der Vertriebenenverbände
Rafal Zytyniec, Frankfurt (Oder) |
| 16
Uhr |
Gespräch
|
| 16.15
Uhr |
Kaffeepause
|
| 16.45
Uhr |
Russische
Ausgaben und Interpretationen von Johannes Bobrowski
Dr. Jurij Archipow, Moskau |
| 17.15
Uhr |
Ein
paar Paraphrasen zu Johannes Bobrowski in Litauen
Dr. Regina Sinkeviciene, Wilna |
| 17.45
Uhr |
Bobrowski-Rezeption
in Lettland
Dr. Mudite Smiltena, Riga |
| 18.15
Uhr |
Rezeption
Bobrowskis in den USA und in Kanada
Prof. Dr. Sigfried Hoefert, Waterloo, Ontario (Kanada)
|
| 18.45
Uhr |
Gespräch
|
| 19
Uhr |
Abendbuffet.Gespräche |
Sonntag, 9. November 2003
| |
Plenum
Moderation Dr. des. Andreas Degen, Berlin und Memel/Klaipeda |
| 9.30
Uhr |
Leuchttürme
und Leitgestalten. Bobrowskis Vorbilder
Prof. Dr. Krzysztof Lipinski, Krakau |
| 10
Uhr |
Bobrowskis
Erzählung "Mäusefest"
Dr.
Thomas Taterka, Riga |
| 10.30
Uhr |
Gespräch |
| 10.45
Uhr |
Kaffeepause |
| 11.15
Uhr |
Figuren
des Jüdischen in Bobrowskis Dichtung . Poetisches Idiom oder gefälschtes
Kaddisch?
Dr. Ekkehard Haring, Aussig/Ustí nad Labem (Tschechien) |
| 11.45
Uhr |
Bobrowski
und kein Ende. Zu Judith Kuckarts "Lenas Liebe"
Prof. Dr. John P. Wieczorek, Reading (Großbritannien) |
| 12.15
Uhr |
Schlussgespräch |
| 13.00
Uhr |
Mittagsbuffet
|
| |
anschließend
Abreise |
nach
oben
| Bahnhof Wannsee
und Potsdam Hauptbahnhof liegen an der S-Bahn S 1, an der auch alle
wichtigen Fernbahnhöfe Berlins |
| liegen. Da aber
der S-Bahn-Verkehr zwischen Zoologischer Garten und Charlottenburg
unterbrochen ist, sollten Sie nach |
| Ihrer Ankunft
in Lichtenberg, Ostbahnhof, Alexanderplatz, Friedrichstraße oder Zoologischer
Garten mit dem |
| Regionalexpress
Richtung Brandenburg/Magdeburg (RE 1) bis Bahnhof Wannsee weiterfahren.
Der RE 1 fährt ein- bis |
| zweimal pro Stunde.
Zwischen Potsdam und Wannsee nehmen Sie am besten die S 1. |
|
| Die Fahrkarten
für S-Bahn, U-Bahn, Bus, Tram und Regionalexpress sind einheitlich.
Berlin ist in drei ringförmig |
| angeordnete Tarifbereiche
unterteilt: Zentrum = Bereich A, äußere Stadtbezirke = Bereich B,
Stadtrand = C. Es gibt |
| Fahrkarten in
der Kombination ABC, AB und BC, die jeweils zwei Stunden Gültigkeit
besitzen, gleich, ob man |
| zwischendurch
aussteigt, die Linie wechselt oder zurückfährt. Der Bahnhof Wannsee
befindet sich im Tarifbereich B, der |
| Potsdamer Hauptbahnhof
im Tarifbereich C. Wenn Sie von einem der Berliner Bahnhöfe nach Wannsee
fahren, benötigen |
| Sie eine Fahrkarte
AB (2,20 €), wenn Sie nach Potsdam Hauptbahnhof fahren, benötigen
Sie eine Fahrkarte ABC (2,60 €). |
| Für die Fahrt
Potsdam Hauptbahnhof-Wannsee reicht eine Fahrkarte "Kurzstrecke" (1,20
€). |
|
| Übersichtspläne
über das Berliner S- und U-Bahnnetz finden Sie an jeder Haltstelle
und in jedem S- oder U-Bahn-Waggon, |
| einen Stadtplan
an jeder Haltestelle. Fahrkarten-Automaten befinden sich auf jedem
Bahnsteig., Fahrkarten-Verkaufstellen |
| auf allen größeren
Bahnhöfen. Nach dem Kauf einer Fahrkarte müssen Sie diese an einer
kleinen gelben oder roten Box auf |
| dem Bahnsteig
entwerten. |
|